Bella das fehlende Blatt ...


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"Es weht der Wind ein Blatt vom Baum,
von vielen Blättern eines.
Das eine Blatt, man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.
Doch dieses eine Blatt allein
war Teil von unserem Leben,
drum wird dieses eine Blatt allein
uns immer, immer fehlen."



Bella wurde am 13.03.2000 geboren. Sie starb unerwartet am 15.05.2012 Wir vermissen sie alle. Katrin, Steffen, Eve, Tom, ich und die Hunde. Text



Liebe Bella, Du musstest uns ganz plötzlich verlassen. Es zieht uns die Kehle zu, es reißt uns fast entzwei. 12 Jahre hast Du uns begleitet, hast uns Deine Freundschaft und Treue geschenkt. Wir durften über Deine Scherze lachen und uns auch manchmal über Deine Attacken ärgern. Aber was würden wir alles auf uns nehmen, wenn Du dafür hier sein könntest. Dein lieber Blick brennt sich in unsere Seele, ich hoffe er wird niemals verblassen.

Beller geliebte Bella, ich hoffe das es stimmt und nur der alte verbrauchte Körper verschwindet. Du bist jetzt Sam und Betty nachgegangen und hast uns hilflos zurückgelassen.

Mir zog es das Herz zusammen als der Tierkrematoriumsmitarbeiter feststellte, dass wir genau nach einem Jahr und elf Monaten wieder dort saßen. Meine Beherrschung war nun endgültig am Ende. Erst Sam, dann Betty und jetzt Du, dass kann doch kein Mensch aushalten! Die Hilflosigkeit, die Trauer, der Verlust, die Sehnsucht, die Fragen, alles tobt in unserem Inneren und frist sich wie Schimmel in uns ein. Nichts aber auch gar nichts vermag den Schmerz zu lindern. Heilen, schreien und wieder heilen, nichts, nichts, nichts gibt es, was hilft. Das Ding mit der Zeit - die angeblich alle Wunden heilt, hat nach meiner Erfahrung, nicht viel gebracht. Es wird sich ständig die Sichtweite verändern, die Sehnsucht und der Schmerz verändern sich, aber besser oder leichter wird nix.

Hinterher ist man übrigens immer schlauer. Solange alles beim Alten bleibt, denkt man eindeutig zu wenig über seine Lieben nach. Sei es über Freunde, Partner oder seine Tiere.
Der scheiß Alltag hat uns voll im Griff. Wir jagen ständig gegen die Zeit an, haben viel zu viele Verpflichtungen, lassen uns beladen versuchen es jedem Recht zu machen. Mit dem Resultat, dass die die uns immer zur Seite stehen, am Ende noch zu kurz kommen. Macht das Sinn?

Plötzlich ist die geliebte Person oder das geliebte Tier nicht mehr da und nun stellt man fest, dass man gerne noch Zeit mit ihm verbringen möchte. Man sinnt, was man noch alles tun wollte und - nun kommt es - jetzt hätte man sich die Zeit genommen°! Nach Sams und besonders nach Bettys Tot habe ich eine Menge gelitten, ich eigentlich habe ich den Tot der Beiden immer noch verschmerzt. Jetzt, so knall auf Fall, zwingt mich wieder die Trauer in die Knie. Mit Bellas Tot hat hier keiner gerechnet. Sie war, bis auf ihre HD und eine Cauda-equina, gesund. Bella wurde am 13.03.2000 geboren und war doch noch nicht so alt. Sie war neun Wochen als sie schon abgegeben wurde. Wir hatten versucht sie mal zu vermitteln, aber die Leute brachten sie zurück weil sie dort tage lang nicht gegessen hatte. Ab da blieb sie bei uns und war immer mit uns zusammen. Sie war ein wunderschöner Hund mit ihren zwölf Jahren war sie eine der Persönlichkeiten, unter unseren Hunden. Abends machten wir noch einen langen Spaziergang und morgens um 6:30 fand ich sie hechelnd, total aufgelöst und fertig in ihrem Körbchen vor. Unmittelbar fuhren wir in die Klinik. Auf der Rückfahrt bekam Bella ihren ersten Krampf, wir drehten um. In der Klinik wurde aber nur eine Notfallspritze aufgezogen und uns den Rat gegeben sie bei mehreren Anfällen nicht zu lange leiden zu lassen. Wir wollten aber das Bella wieder gesund wird und mobilisierten alles was in der Tiermedizin -Heilpraktik rang und Namen hatte. Es wurden uns fast unmögliche Aufgaben gestellt, wie z.B. Mittel die natürlich nicht vorrätig in den Apotheken waren, zu besorgen. Freunde und andre Heilpraktiker wie Petra Olfen, trugen mit uns alles zusammen. Aber die Hoffnungen wichen mit der Zeit und Angst breitete sich aus. Dann wurde es ruhiger, die Hoffnung kam zurück, kurze Zeit später - neue heftigere Krämpfe. Es kam die Nacht und Belle hatte dann 14,2^Fieber. Wir fuhren erneut in die Klinik, das war Bellas letzter Weg. Gegen 1:10 Uhr wurde sie von ihren Leidern erlöst. Als sie die Spritze bekam seufzte sie - es klang wie: "endlich!" Das Körperchen entspannte sich, das laufen mit den Vorderbeinchen hörte auf, sie atmete noch einmal gleichmäßig durch und dann stellte ich den Tot in ihren Augen fest. Es war vorbei, meine Bella war tot! Wir nahmen unser lebloses Fellbündel und brachen sie nach hause. Wo sie auf ihrem Sessel bis zur Einäscherung am 16.05.2012 blieb.

Jetzt ist sie in der Holzkiste, wo auch die Asche von Sam und Betty ist. Wir haben das so gemacht, weil wir nicht wissen ob wir immer hier wohnen bleiben werden. Wenn wir dann mal umziehen müssten und hätten unsere Hunde hier im Garten lassen müssen, wäre das schlimm. So könnte zumindest, etwas von ihnen bei uns bleiben. Und wenn wir mal sterben, hoffe ich, legt man ihre Asche mit in meinen Sarg.

Viele Menschen sind der Meinung, dass das kein endgültiger Abschied ist. Es ist die Rede von einem andren Körper oder von einem Wiedertreffen, von Schutzengeln und es gibt Geschichten von Ereignissen die ich förmlich aufsauge wenn ich sie höre. Es hilft oft nur kurz, aber es gibt Hoffnung. Es hilft manchmal auch nur den nächsten Tag zu überstehen, man hofft, dass so manche Geschichten wirklich so sind.

Mir kommt da so ein Gedanke, es gibt außer mir viele die so fühlen, auch viele die gerne mal erzählen würden, wie es ihnen ergangen ist und - oder was sie erlebt haben. Was wäre wenn Ihr das mal aufschreibt und wir stellen das auf die Homepage?

Kleine Bella Du bist jetzt 164 Tod und heute schreiben wir den 26.10`12. Inzwischen wissen wir, das Du nicht an einer Zeckeninfektion gestorben warst, sondern an einer Vergiftung. Gift was möglicherweise durch einen Jäger, gegen die Hunde im Wald ausgelegt wurde.Es starben vor und nach Dir noch einige Hunde, ähnlich grausam wie Du. Bella es tut mir leid, ich hätte besser aufpassen müssen. Kleines Spitzohr wir vergessen Dich nict und sind froh, dass du da warst. Unser Leben mit Euch war sehr reich, nur leider bemerkt man das immer, wenn es zuspät ist.

Traurige Grüße

Birgitt