Journal 6


Stand: 22.09.2006
Weil der kleine King einige Mitfühlende Menschen sehr bewegt hat, begleiten wir ihn auf Brigittes Pflegestelle bis zum Ende. Wir wünschen ihm, dass er noch viel schönes erlebt und zuletzt nicht leiden wird.
Das war der kleine blinde Pudel "King" bei seiner Ankunft. Ein Bündel hilflosen Lebends.
King ist ein 12 Jahre alter blinder Pudel, der von der Tierhilfe Niederrhein vor dem sicheren Tod gerettet wurde. Seit einer Woche lebt er jetzt hier in meiner Pflegestelle und hat sich gut eingelebt. Er ist ein fröhlicher alter Bursche, der gerne spazieren geht und seine Ordnung liebt. Anfangs markierte er die ganze Wohnung, da er draußen und drinnen nicht unterscheiden konnt. Als er jedoch seinen Platz auf dem Sofa bezog hörte es sofort auf. Nun meldet er sich wenn er mal raus muß oder etwas zu essen haben möchte. Er war sehr ungepflegt und bekam vom Tierarzt eine Generalüberholung und ist seitdem deutlich lebendiger. Er ist einfach nur ein Schatz und genießt sein Leben hier. Wir suchen auf diesem Wege Paten für den kleinen Kerl. - Natürlich ist er auch in gute Hände zu vermitteln.-


Brigitte hatte den kleinen Kerl noch scheren lassen. Als das Fell dünner war, sahen wir das sein Köpfchen ganz schief war. Angstvoll gingen wir mit dem kleinen Bündel zum Tierarzt. Leider war die Diagnose niederschmetternd. Dem Pudelchen bleiben nur noch ein paar Wochen. Er hat einen Tumor im Köpfchen. Wir wollen dem Kleinen noch eine schöne Zeit bereiten. Er soll seine letzten Tage so schön verbringen wie es geht. Das kleine Männlein steht nicht mehr zur Vermittlung. Wir bitten um Verständnis. Über Paten die seine Schmerzbehandlung mit tragen wollen freuen wir uns natürlich. Die melden sich bitte per E-Mail. Vielen Dank!


Hallo Birgitt,
King hat mir in den letzten vier Tagen große Sorgen gemacht. -Er konnte nicht mehr durch die Nase atmen und hörte auf zu fressen. Alles was er in den letzten Wochen zugenommen, hatte verlor er wieder. Es war schrecklich ihn so zu sehen. Dann entdeckte ich, dass seine Nase lief und schloß daraus, dass er lediglich eine Erkältung haben mußt. Sofort rieb ich ihm unter sein Kinn Erkältungsbalsam, und siehe da, er atmete sofort besser.- Daraufhin besorgte ich mir noch einige Sinupret Dragree´s und wollte sie ihm geben. Aber er nahm sie nicht. Erst als ich ihm neue Leberwurst dazugab, schluckte er alles herunter, Gott sei Dank. Wasser mußte ich ihm mit einer Spritze einflößen, da er nicht trinken wollte. Nach ca fünf Portionen wurde es ihm zu lästig und er begann selbst zu trinken. Was für ein Kämpfer. Trotzdem ging ich am Sonntagmorgen zum Tierarzt um zu fragen was noch zu tun sei. Meine größte Angst war, dass er eingeschläfert werden müsste. Aber er wackelte mit dem Schwanz und wirkte so fröhlich, dass ich ihn wieder mit nach Hause nehmen konnte. Ich war ja so froh.- Nun liegt er wieder zufrieden auf dem Sofa und freut sich das er hier bleiben darf.
Ganz liebe Grüße
von Brigitte und Sorgenkind King

Hallo Birgitt,
King hat weterhin gute und schlechte Tage. Auf den Foto´s schläft er mal. Zwischendurch klappt es oft nicht, weil er keine Luft durch die Nase bekommt. Trotzdem wedelt er mit dem Schwanz wenn er nach draußen kann und läuft durch den Garten ohne anzustoßen.

10.9.06
Vorgestern ging es ihm sehr schlecht und er blutete beim Niesen aus der Nase. Sofort sind wir zum Tierarzt gefahren, mit den schlimmsten Befürchtungen. Aber, Gott sei Dank, war wohl nur ein Äderchen geplatzt. Er bekam neue Medikamente, die recht gut anschlagen. Der Tumor in seinem Kopf wächst leider weiter und er kann jeden Tag sterben. Ich bin sehr traurig. Solange er keine Schmerzen hat wird er weiter auf meinem Sofa liegen und seine Zuwendunden genießen.
Liebe Grüße
Brigitte

 

Wir haben beschlossen, dass Pudelchen nun doch operieren zu lassen. Da der vermutete Tumor doch nun große Ausmaße annimmt, drückt er langsam die Äuglein aus dem Köpfchen heraus. Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Schließlich wollen wir den kleinen Kerl auch nicht leiden lassen. King selbst hat uns die Entscheidung abgenommen. Er hüpft und freut sich, geht gerne spazieren und liebt seine kleinen Leckehrchenschälchen, die eine nette Spenderin für Ihn spendiert hat. Sollte der Kleine die OP nicht überstehen, haben wir es jedenfalls versucht. Denn mit dem schnell wachsenden Tumor, in seinem Köpfchen, hätte er auch keine Chance noch lange zu leben. Ganz zu schweigen von den Schmerzen.


Ein letztes Bild von King am Abend vor seiner OP.

Lieber kleiner tapferer King, wir sind traurig das wir Dich verloren haben. Gleichzeitig sind wir dankbar, dass wir Dich kennen und lieben lernen durften. Du hast uns viel gelehrt. Dafür danken wir Dir. Wir werden Dich immer lieb behalten und Dich nicht vergessen. Danke das Du bei uns warst lieber kleiner Freund.

King verstarb am Mittwoch den 20:09. 06 an Krebs


Allen die mit uns um King gebangt und uns unterstützt haben danken wir von Herzen.


King ist heute morgen über die Regenbogenbrücke gegangen. Er sollte heute morgen operiert werden, leider zeigte die Röntgenaufnahme das seine Schädelknochen schon vollkommen zerfressen waren. So war es leider nicht möglich ihn noch zu retten. Wir sind alle sehr traurig und sind froh ihm hier auf meinem Sofa noch einige schöne Wochen ermöglicht zu haben.
Ich werde ihn sehr vermissen.
Liebe Grüße
Brigitte


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