Nachdenkliches

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Letzter Wille eines Hundes

Ich besitze wenige Güter, die ich hinterlassen kann. Nichts Wertvolles ist mein Eigentum, außer meiner Liebe und meinem Glück.

Ich bitte meine Besitzer, daß sie mich immer im Gedächtnis behalten, aber sie nicht wegen mir leiden.

In meinem Leben bemühte ich mich, ihnen ein Trost in traurigen Momenten und Freude in ihrem Glück zu sein. Es tut mir weh, ihnen mit meinem Tod Kummer zu bereiten.

Die Stunde des Abschieds ist gekommen, und es fällt schwer, sie zu verlassen, aber zu sterben wird nicht traurig sein, denn (im Gegensatz zum Menschen) fürchtet der Hund nicht den Tod.

Eine große Bitte noch; ich hörte oft von meinen Menschen „wenn er stirbt, wollen wir keinen Hund mehr.“ Ich bitte meine Menschen, aus Liebe zu mir wieder einen Hund aufzunehmen. Es nicht zu tun, wäre eine traurige Erinnerung an mein Andenken. Ich möchte die Gewißheit haben, daß sie gerade weil ich in ihrer Familie lebte nun nicht mehr ohne Hund leben können.

Ich war nie eifersüchtig oder erbärmlich, spielte mit der schwarzen Katze, teilte in kalten Tagen den Teppich mit ihr und all die anderen Dinge aus Treue und Liebe.

Ich hinterlasse meinem Nachfolger mein Halsband und die Leine und wünsche ihm, daß er - wie ich - das Glück in diesem Haus genießt.

Das letzte Abschiedswort an meine Lieben: "Wenn Ihr mein Grab besucht, denkt an mich voller Traurigkeit, aber auch mit dem Wissen, daß hier eine Kreatur ruht, die Euch liebte.

So tief mein Schlaf auch sein mag, ich werde Euch hören, und selbst die große Macht des Todes wird nicht verhindern können, daß meine Seele (Geist) dankbar mit dem Schwanz wedelt.

Da unser geliebter Sam am 07.12.2006 von uns gegangen ist sendete mir eine gute Freundin das.
Birgit

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