Grosse Liebe Betty...

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An dieser Stelle wollte ich über unser Leben, Betty und meines schreiben.
Ich wollte Euch erzählen wie glücklich wir miteinander sind. Das wir schon 15 Jahre zusammen sind.
Das Betty krank ist und wir zusammen kämpfen um jeden Tag.
Das dieser Hund alles daran setzt um uns nicht verlassen zu müssen. Das wir ihr helfen so gut wie wir es können.

Das alles stimmt so nicht mehr: Betty ist tot!

Sie starb am 16.06.2010 um 11:50 auf dem Weg zum Tierarzt auf dem Parkplatz.
Mein geliebtes Mädchen hatte keine Kraft mehr und brach einfach zusammen.
Ihr Herzchen und ihre Nieren machten einfach nicht mehr mit.
Sie hat alles gegeben denn sie wollte uns nicht verlassen, aber sie hatte einfach keine Kraft mehr...



Sie liegt jetzt unten auf der Couch und atmet nicht mehr.
Nie wider wird sie mich anschauen oder nach mir rufen, wenn sie mich nicht sieht.
Nie wieder wird sie auf mich warten oder zu mir kommen um mich zu trösten
Nie wieder werden wir spazieren gehen und nie wieder kann ich sie mit ihrem Wägelchen in ihren so geliebten Buchenwald fahren.
Nie wieder darf ich ihr weiches Fell riechen, oder ihr den Rücken massieren, was Sie so geliebt hat.

Ein schwacher Trost: Sie wird auch nie wieder Schmerzen haben!

Mir zerreißt es das Herz, ich weiss nicht, kann ich ohne Betty leben - so weitermachen wie bisher?



Der Abschied fällt mir so schwer. Gestern und heute war ihr Körperchen noch hier.
Ich habe gespürt wie die Wärme aus ihr wich, wie sie langsam steif und kalt wurde, aber auch das sie immer noch da ist.
Sie hat uns nur körperlich verlassen.

In unseren Herzen ist Betty,... meine große Liebe Betty...


Nun ist der 7 Juli 2010: Du bist jetzt schon 21 Tage nicht mehr bei uns - aber wir sind 21 Tage näher bei Dir!



Es ist der 16. Juli 2010. 30 Tage ohne Dich, welch eine Vergeudung.


Wir sind jetzt 61 Tage getrennt, 61 Tage ohne Dich - es ist kaum zu ertragen. Du fehlst mir so.



Heute ist der 29.12.2010, es ist der letzte Mittwoch in diesem Jahr. Du starbst an einem Mittwoch vor 190 Tagen. 2010 ist das letzte Jahr in dem wir zusammen noch ein paar Monate leben durften. Keine Ahnung, wie ich es bis hier hin geschafft habe, ohne Dich. Ohne in Dein weiches gütiges Gesichtchen zu schauen, ohne Dein sanftes Wesen, ohne Deinen Trost den Du mir immer gegeben hast, indem Du Dein Pfötchen auf meinen Arm gelegt hattest und mir damit zu verstehen gabst: "ist doch nicht so schlimm, ich bin doch bei Dir." ...

Wir waren unzertrennlich und wir werden unzertrennlich bleiben.


".. Immer wenn Du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her."

"Bitte sei Du mein Licht Betty!"



27.02.11

Betty ist heute 271 Tage tot und der Schmerz ist nicht besser nur anders geworden. Ich denke mehr über die Vergangenheit nach - auch über die letzten Wochen mit Betty. Es war sehr hektisch, wir hatten viel Stress und für das alte Hündchen war wenig Zeit da. Bei einem Routine - Besuch in der Tierklinik lernten wir einen neuen Tierarzt kennen, der einen sehr kompetenten Eindruck machte. - Eigentlich sollte Betty nur mal einen Tropf mit Nährmitteln bekommen um sie zu stärken, dann kam der neue Arzt, schlug einen Ultraschall vor und verordnete danach, das wir ihre Nierchen einige Tage spülen sollten. Tatsächlich wurden die Werte etwas besser und so wurde auch die Spülung verlängert. Der Tierarzt verordnete gleichzeitig einen Bettablocker der seinerseits die Nieren noch entlasten sollte. Auf meinen Einwand das Betty früher schon mal Herzprobleme hatte, erwiderte der Mann, dass es notwendig sei den Druck von den Nieren zu nehmen und das man diesen Tabletten zuviel Bedeutung beimessen würde. Also gab ich meinem alten Mädchen das Zeug. Ihr Zustand verschlechterte sich und ich hielt wieder Rücksprache mit dem Tierarzt. Der meine nur, dass sie das jetzt durchstehen müsse. Ich gab die Infusionen und die Tabletten weiter. Betty ging es immer schlechter und ich brach die Infusionen ab, in der Hoffnung , dass sie nun wieder alles bessern würde. Allerdings gab ich ihr die Bettablocker erst einmal weiter. Da ihr Zustand aber weiter schlechter wurde, machte ich einen Termin bei einem anderen Tierarzt. Der Termin war am 16.06.10 um 12:00 h. Ihr wisst ja bereits was da auf dem Parkplatz des Tierarztes geschah. Heute ist mir klar, dass meine geliebte Betty eigentlich an diesen verdammten Tabletten gestorben ist. Warum habe ich das denn nicht gleich erkannt, ich habe mein Mädchen mit den Tabletten getötet. Der Tierarzttermin war zu spät. Zu spät um ihr noch zu helfen. Ich wünschte ich wäre mit ihr gestorben, aber das wäre wohl für mich eine zu große Gnade gewesen. Wie konnte ich das übersehen - was hat mich geritten, dass ich auf diesen Tierarzt gehört habe? Wie verblendet und blöde kann man sein? Es hat lange gedauert bis ich mir über die Umstände klar geworden bin. Es zerreist mich schuld am Tot meines Hundes zu sein und das ich keine Chance mehr habe das wieder gut zu machen. Ich muss damit weiterleben, ich habe es nicht anders verdient. Könnte ich wenigsten Betty um Verzeihung bitten… Mein armes Mädchen, was habe ich Dir angetan! Die Endgültigkeit des Todes wird uns immer erst bewusst wenn es zu spät ist… ...zu spät!


Heute ist wieder der 16.04. aber 2011. Du meine Kleine bist jetzt 365 Tage nicht mehr hier .. bei mir. Ein Jahr -- ein ganzes Jahr ohne Dich.°° Es ist unvorstellbar°° - In diesem vergangen Jahr ist nichts geschehen, was eine echte Bedeutung hatte. Ein Gefühl gar nicht gelebt zu haben, trifft es relativ genau. - Betty, auch die 356 Tage und noch viel weitere Jahre werden Dich nicht aus meinem Herzen reißen können. Du bleibst Zeit meines Lebens - meine geliebte Betty. Danke Betty, danke, dass Du mein Hund warst. Ich habe verstanden.


Donnerstag den 29.09.2011. Ich rede nicht mehr viel über Dich, empfinde es als sinnlos anderen von Dir zu erzählen. Ich erahne ihre Gedanken und will auch nicht mehr ihre Kleinkind Philosophien über mich ergehen lassen. Sie verstehen nichts. Für meine Mitmenschen bist Du schon lange Tot. Für mich sind es 1 Jahr und 106 Tage. Die Sprüche wie: Man muss nach vorne schauen! ..( Wo hin?°°) oder ..Das Leben geht weiter.. ( ach ja?°°).. kenne ich inzwischen zur genüge. Aber der Hammerspruch der fest tödlich für seine Verfasser endet ist: "Es ist ja nur ein Hund gewesen!" (..sprach´s- und lernte mich kennen!)- ..Liebe Betty, meine Trauer ist schlimmer denn je. Ich möchte ich nur noch Deinen Namen schreien, in der Hoffnung, Du hörst mich. Du sollst wissen, wie wichtig Du für mich warst. Jeder Tag ohne Dich tut weh. Ich habe mich verändert, bin hart geworden, bin mir selbst gleichgültig. Lebe mechanisch, gehe oft über meine physischen Grenzen. Mein innerstes brennt. Ich hasse diese Hilflosigkeit. - Ich bin ein Kämpfer - aber wo gegen soll ich hier antreten? "Man Betty, was ist aus uns geworden!" "Ich hab Dich lieb, meine Kleine, wo auch immer Du bist!"

Heute ist der 24.12.2011. Ein Weihnachten ohne Dich und Sam steht wieder an. Es ist alles emotionslos. Es scheint aber das erste Weihnachten ohne Hektik zu werden. Mehr Zeit ist da. Ich mache weniger Theater. Ohne Euch, ohne Eure Freude über das Spielzeug, was Ihr mit Leidenschaft ausgepackt habt, ist kein richtiges Weihnachten. Schade den eigentlichen Wert eines Menschen oder Tieres erkennt man leider immer wenn es zu spät ist. Es hilft nichts, unsere anderen Familienmitglieder haben auch ein Recht auf ihr Weihnachten. Ich werde mir Mühe geben und freue mich auch ein wenig auf ihre Freude. Frohe Weihnachten Betty und Sam! Ich hab Euch lieb.

Viele Tiere sind in diesem Jahr gestorben. Ich denke an die armen Menschen die zurück geblieben sind. An den Schmerz und die Trauer, an die Hilflosigkeit nicht zu wissen wohin mit der Sehnsucht nach dem kleinen Freund. Sie tun mir leid - aber es ist auch gut zu wissen, dass es Menschen gibt die Ihr Tier wirklich geliebt haben und ihren Tot nicht einfach weggewischt haben. „Gott sei Dank, dass Ihr so empfinden könnt!“ Alles Liebe auch für Euch.


Sonntag 6.05.2012 - 5:35h. Liebe Betty, so wie ein Kerzchen hier immer noch für Dich brennt, so brennt auch meine Seele. Mal ist es zu ertragen um dann wie ein Blitz aus heiterem Himmel wieder hoch zu kommen. Man sagt: - die Zeit heilt alle Wunden.. - Das habe ich auch schon erlebt, aber ohne Dich hier weiterleben zu müssen, mit den Gedanken die plagend in meine Seele gebrannt sind, bezweifle ich das es eine Heilung gibt. Es ist wieder die Zeit zwischen Deinem Geburtstag und Deinem Todestag. Es zerreisst mich. Ich habe bewusst nichts geschrieben, versucht mich abzulenken. Du fehlst mir einfach! Es ist wieder ganz schlimm. Kein Körperlicher Schmerz ist so schlimm wie die Trauer und die Sehnsucht nach Dir. Diese Hilflosigkeit, nichts aber auch gar nichts tun zu können. Es ist ein Brand der nicht zu löschen ist. Wird das noch mal erträglicher? Ich liebe Dich so Betty.



Samstag der 16.06.2012. Heute bist Du zwei Jahre tot und inzwischen ist Dir unsere Bella nachgegangen. Kaum zu glauben, Du bist zwei Jahre nicht mehr hier. Und doch!... glaube ich - fühle ich - dass Du nicht ganz weg bist. Betty, wir sind nicht zu trennen!!

Ich bin ein bischen mit Dir gestorben und Du bist ein bischen hier bei mir. Haltet fest zusammen ihr Drei und holt mich, wenn ich auch gehen kann. Grosse Liebe Betty, Du brennst in mir.


( 26.10´12 ) Wer denkt, dass sich was geändert hat, nur weil ich nicht mehr schreibe, der irrt. Es gibt dem nur nichts mehr hinzuzufügen. Betty hat ein Loch hinterlassen was nicht zu stopfen ist. Auch Sam und Bella bleiben uns unersetzlich im Herzen. Leider ist unser Leben nicht mehr wie es mal war und das hat ganz viel mit der Trauer um unsere kleinen Freunde zu tun. Nein, die Zeit heilt keine Wunden, sie gibt nur eine andere Sichtweise und das Gefühl ohnmächtig da zu stehen und alles zu ertragen. Nein, geändert hat sich nicht.


Es ist wieder soweit: heute ist Bettys vierter Todestag, ich heule und habe das Gefühl das mein Hals zu geht. Eine pinkfarbene Kerze brennt für sie in ihrem Laternchen.

An jedem bisher vergangenen Tag habe ich an Betty, Sam und Bella gedacht. Sehnsucht nach verkannten, vergangenen Zeiten brannte sich fest in meine Seele ein. Wie gern hätte ich meine Hunde zurück. Gedanken was ich heute alles anders, besser machen würde laufen wie ein Film ab. Das Wissen um die verlorene Liebe, Treue und die bedingungslose Freundschaft, die sie uns entgegengebracht hatten, macht hilflos. Zumal es zu Lebzeiten der Hunde gar nicht geschätzt wurde. Kein Mensch vermag so uneigennützig zu sein. Auch unsere 13 Jahre alte Schredder und die ca. 17 jährige Flay, die den Rest unserer Hundefamilie verkörpern, geben so viel Liebe und Trost. Auch sie sind alt geworden. Angst dass sie auch bald gehen könnten beschleicht uns immer öfter. Wenn ein Tier geht, geht ein Freund, eine Liebe, ein Tröster, ein Stück von unserem innersten.

Dennoch können alle Menschen die diesen Schmerz verspüren Dürften oder dürfen, sich glücklich darüber schätzen, denn sonst hätten sie diese wunderbaren Geschöpfe nie gekannt. In Liebe an Betty, Sam und Bella. Kalkar den 16.06.2014


02.02.2015 -

Seelenhunde - Manche sind unvergessen...... weil sie ein Leben verändert haben und auch nach ihrem Tod in einem weiter leben. Man spürt es - in seinem Denken, in seinem Handeln, in seinem Fühlen. Seelenhunde hat sie jemand genannt - jene Hunde, die es nur einmal geben wird im Leben, die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege. Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum Atmen. Kein Tag wird vergehen, ohne an sie zu denken und ohne sie zu vermissen. Nur Hundemenschen können verstehen, wie es ist, einen Hund zu verlieren! Meine Betty, mein Seelenhund warst Du.