Sie wollte doch nur weiterleben!

Sie wollte doch nur weiterleben!

Hallo liebe Tierfreunde, hier geht es um Schredder. - Ja, ich schreibe wieder. Unser letzter und auch über alles geliebter Hund Schredder wurde am 08.05.2015 eingeschläfert.

Wie Ihr ja zum größten Teil alle mitbekommen habt, hatte Schredder zuletzt einen Kürbis großen Tumor an der Schulter. Zu Anfang sollte es ja nur ein Fettlipom sein, was ja nicht schlimm und auch nie bösartig ist. Darauf haben wir uns verlassen und wollten Schredder eine strapaziöse OP ersparen, da sie noch einige weitere Lipome hatte. - Wir waren verlassen. - Das Teil wuchs und wuchs und irgendwann diagnostizierte ein Tierarzt -Liposarkom- Inoperabel. Ihr könnt Euch vorstellen was hier los war. Da ich ja nicht und nie aufgeben kann, habe ich Bücher über Bücher über diesen fiesen Krebs gelesen. Ich habe versucht möglichst viel über diese Krebsart zu erfahren. Kam dann zu dem Resultat, dass die Schulmedizin nichts außer Amputationen – in diesem Fall die Entfernung der Schulter und der Vorderbeinchens zu bieten hat. Was bei Schredders Körperfülle ein no go gewesen wäre. Im Internet und über Freunde erfuhr ich über alternative Behandlungsmethoden. Da es weiter nichts gab, versuchte ich es, nicht ohne darüber vier Bücher gelesen zu haben und die ersten Tests an mir selber Vorgenomen zu haben. Ich habe zwar keinen Krebs aber das eine oder andere konnte ich, an mir, mit Erfolg testen.

Auch bei Schredder konnte ich eine Verkleinerung des Tumors feststellen. Aber sie hat es gehasst. Sie mochte das MMS gar nicht und es war immer ein Kampf es ihr zu geben.

Das miese Liposarkom - reagierte auf das MMS und wir bekamen neue Hoffnung.



Auch die Tierärzte wunderten sich über Schredders guten Allgemeinzustand. So viele bösartige Zellen sondern ja auch Giftstoffe ab, die dem Körper schwer Zusätzen. Das MMS hielt sie im Schach. Eigentlich hätte, laut Tierarzt, Schredder längst tot sein müssen, es war ihnen unerklärlich das das nicht der Fall war. Diese Aussagen beflügelten mich förmlich und ich war so glücklich ihr vielleicht doch helfen zu können.

Irgendwann stagnierte der Tumor wieder und ich machte eine Pause. In der Zwischenzeit wollte mich bei den Buchautoren erkundigen, wie ich nun weiter vorgehen sollte. Sie hatten sich in ihrem Buch ja auch diesbezüglich angeboten. Leider habe ich nur eine Antwort erhalten – vielleicht weil es nur um einen Hund ging? Herr Dr. Fischer rief mich einmal zurück und wir vereinbarten, dass ich meine nächsten Fragen per Mail stellen sollte. Da ich auch mit dem DMSO weitermachen wollte. Aber die Rückantwort blieb, leider, bis heute aus. –(Es wäre jetzt nun auch nicht mehr relevant.) Die Behandlung wurde wieder aufgenommen, - nun auch noch mit MMS+ der L-(+) Milchsäure. Wir versuchten nun noch zusätzlich das DMSO was auch seine Wirkung tat, aber die Haut konnte das Gewicht des Sarkoms nicht mehr halten und so gab sie nach. Erst eine kleine Öffnung, die wir noch mit speziellen Gel-Kompressen halten konnten, aber nach weiteren 5 Tagen trat ein Teil des Tumors aus einer 4 cm weiten Öffnung nach außen. Der Tumor wog ca. 1,5kg.

Panisch suchten wir, am Freitagabend, die Tierklinik auf. Der Chef der Klinik kam persönlich noch einmal in seine Praxis, um sich um seine Patientin zu kümmern. Seine Diagnose war niederschmettern. Hier und jetzt war Schredders Schicksal besiegelt.



Das Hündchen spürte, dass da was ganz schlimmes auf sie zu kam. Ängstlich suchten ihre Blicke die unsrigen. Es war so schlimm! Hätte Schredder sonst noch Gebrechen oder wäre sie Ihres Alters entsprechend, klapprig oder senil, ja dann wäre es vielleicht zu ertragen gewesen. Aber nein, sie war fit und hellwach. Jedem im Raum war klar, dass dieser, vor Angst schlotternde, Hund noch nicht sterben wollte. Selbst Dr. Camp standen die Tränen in den Augen und er musste sich so manches Mal wegdrehen um die Fassung nicht zu verlieren. Liebe Freunde, dieser Tag zählt zu den schlimmsten unseres Lebens. Wir haben schon vieles Erlebt, dachte das wäre nicht zu toppen, aber mit dem Gefühl nichts mehr tun zu können, einem Hündchen sein geliebtes Leben nehmen zu müssen, das ansonsten nicht krank war – es auch nicht so empfunden hat – nur weiterleben leben wollte – hat uns endgültig fertig gemacht.

Schließlich ist die kleine Schredderei 14 Jahre bei uns gewesen – hat uns nur Freude gemacht, war irre Intelligent, einfühlsam, und treu. Ja, okay – jetzt denken einige von Euch – sie war auch schon alt. Ja, das war sie, aber nur äußerlich und an der Zahl. Gäbe dieses Drecksding nicht, hätten wir unsere Schredder sicher noch einige Jahre länger bei uns gehabt. Es waren immerhin 14 schöne Jahre und wir sind unendlich dankbar dafür, aber musste ihr Ende so grausam sein?



Was uns immer wieder in den Sinn kommt ist, das sie nicht sterben wollte und mit ihren Äugelein alle um Hilfe angefleht hat und wir nichts tun konnten um ihr klar zu machen, warum wir jetzt so handeln mussten. Was hat sie gedacht? Das wir sie loswerden wollten? Hilfe! Alleine bei dem Gedanken möchte ich schreien! NEIN!!

Nein, Schredder wir lieben Dich!!!

Keiner von uns hatte an diesem Tag damit gerechnet, Schredder war noch mit uns unterwegs und wir alle waren unbedarft bis zu dem Verbandswechsel. Schredder hatte nachmittags noch zwei kleine Eis genascht und ihr Lieblingsessen hatte sie auch bekommen. Sie hatte sich so gefreut. -

Etwas Trost auch für uns.

Schredder gehörte voll und ganz zu uns. Die Trauer um diese türkische Mischlingshündin ist kaum zu ertragen. Hier erinnert alles an Schredder und wir sehen sie überall.

Selbst die Pflegehunde vermissen sie und suchen Schredder. Aber keiner von ihnen legt sich auf einen ihrer anderen Liegeplätze, was seltsam ist, weil sie es vorher zu gern getan hatten. ..

Sie war die letzte von unserer alten Hundefamilie. Im Januar ging die kleine Fly und jetzt ist Schredder auch gegangen (worden). Noch liegt sie im Wohnzimmer auf ihrem Platz auf der Couch. Sie schläft nur – denkt man unwillkürlich, wenn man den Raum betritt.




Weitere Bilder...

Am Montag wird sie kremiert und wir nehmen ihre Asche sofort wieder mit zurück nach Hause. So wie wir es bei allen anderen auch gehalten haben. Sie sind in einer schönen Holzkiste untergebracht, wo Schredder auch ihren Platz findet und sollten wir sterben nehmen wir die Asche der Hunde mit, so sind wir dann auch zusammen.

Liebe Freunde, ich könnte mir vorstellen, dass Ihr vielleicht nicht alles versteht, akzeptiert einfach – dass wir diese Hunde über alles geliebt haben und nun mal so sind wie wir sind.

An Sam, Betty, Bella, Schredder und Fly haben wir alles verloren was uns wirklich mal was bedeutet hat. Alles würden wir geben, um mit diesen Hunden noch einmal ein Leben, leben zu dürfen. Was jetzt noch kommt … keine Ahnung…?

Verlassene und traurige Grüße, Tom und Birgitt

Danke möchte ich an dieser Stelle an Herrn Dr. H. Camp sagen, der sich so um unsere Schredder bemüht hatte. Weiteren Dank gebe ich an Dr. Fischer empfehle sein Buch über das DMSO zu lesen. Hätten wir vielleicht etwas früher diese Kenntnisse alle gehabt, wer weiß?